Schröpfen

Ausleitungstherapie – Schröpfen

Das Schröpfen gehört zu den sogenannten Reiz- und Ausleitungstherapien und wird traditionell schon lange in verschiedenen Kulturkreisen angewandt. Die Saugwirkung der speziellen Schröpfgläser (mit Unterdruck) führt zu einer gesteigerten Durchblutung der behandelten Hautareale, das darunter liegende Gewebe wird entstaut, die benachbarten Organe und das Immunsystem werden angeregt und so die Selbstregulation des Organismus unterstützt. In den Anfängen wurde nur auf den erkrankten Stellen geschröpft. Später wurden die Schröpfgläser auch auf Körperstellen, entfernt des eigentlichen Krankheitsgeschehens, gesetzt. Auf diese Art und Weise werden auch die inneren Organe, wie zum Beispiel Magen, Leber und Nieren erreicht und behandelt (= Head´sche Zonen: definiertes Hautareal (Dermatom) des so genannten „übertragenen Schmerzes“. Dabei handelt sich um Hautabschnitte, die eine nervale Beziehung (über das zugehörige Rückenmarktsegment) zu bestimmten inneren Organen besitzen – die Erkrankung des betreffenden Organs führt zu Schmerzen im dazugehörigem Hautgebiet.

Zu unterscheiden sind:

  • Trockenes (unblutiges) Schröpfen

Hierbei werden die Schröpfgläser auf die Hautoberfläche an den erforderlichen Stellen aufgesetzt und verbleiben dort 5-15 Minuten. Die Wirkzeit richtet sich nach der Intensität der Gewebereaktion.

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  • Blutiges Schröpfen (derzeit nicht im Angebot)

Hierbei wird zusätzlich vor dem Aufsetzen der Gläser die Haut desinfiziert und (z.B. mit einer Lanzette) angeritzt.

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  • Schröpfmassage

Nach dem Einölen der zu behandelnden Körperregion wird der Schröpfkopf unter Vakuum auf die Hautoberfläche gesetzt und über dem zu behandelnden Bereich verschoben. (Diese Massageform verursacht eine wesentlich höhere Durchblutungsförderung als eine klassische Massage.)